Wandermenü im schweizerischen Fribourg

Gourmetpfade und ein Schokoladenzug zum Käse

April 2017. Wanderstiefel geschnürt und auf geht’s zur kulinarischen Entdeckungstour. Wanderwege heißen in der Region Fribourg in der Westschweiz oftmals Gourmetpfade und bieten eine schöne Kombination aus Bergpanorama und Probierhöhepunkten. Eher ein Spaziergang ist der Besuch in den Weinbaudörfern am Murtensee, dort laden zahlreiche Weinkeller zur Degustation. Und ganz ohne Anstrengung ist eine Fahrt im Schokoladenzug zur Käsestadt Gruyères und in die älteste Schokoladenfabrik der Schweiz.

Im Süden des Kantons sind die Freiburger Voralpen mit ihrer traditionsreichen Alpwirtschaft das Land, wo Milch zu Käse oder Schokolade verarbeitet wird. Vier kalorienreiche Routen von 1,5 bis 4 Stunden Länge und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad schlängeln sich durch die Region um Les Paccots, der einfachste Rundweg heißt Kleiner Gourmetpfad. Unterwegs rastet man in Bergrestaurants und Berghütten, genießt den Ausblick und kostet, was links und rechts des Gourmetpfades wächst, gedeiht und produziert wird – serviert als Bauernbrettchen, Bergsuppe oder Älplermakkaronen.

Am Fuß des 2002 Meter hohen Moléson führt bei Gruyères ein Käsereienlehrpfad von Alphütte zu Alphütte. Frühaufsteher können einem der Sennen über die Schultern blicken, die in ihren Alphütten die frische Milch noch im „Käsekessi“ über dem Feuer erhitzen und Käselaibe daraus formen. Ähnlich wird auch in Gruyères seit neunhundert Jahren ein legendärer Rohmilch-Käse hergestellt. Um das traditionelle Savoir-faire und Wissen weiterzugeben, bieten Käsereien geführte Besichtigungen an. Denn wer weiß schon, dass der Gruyère AOP keine Laktose enthält?

Ein Schlemmerausflug nach Gruyères lässt sich aber auch ganz ohne Anstrengung gestalten. Dort hält nämlich der Schokoladenzug mit gediegenen „Belle Époque“-Pullman Wagen aus dem Jahr 1915. Nach einem Besuch in der Schaukäserei geht es weiter zur Verkostung in die berühmte Schokoladenfabrik Maison Cailler in Broc. Dass dabei die grünen Hügel der Region La Gruyère wie in einem Landschaftsfilm vorbeiziehen, ist quasi das kalorienfreie Sahnehäubchen.

Mit mediterranem Ambiente und mildem Klima punktet die Seenregion im Norden von Fribourg. An den Südhängen des Mont-Vully gedeihen hervorragende Weiß- und Rotweine, von den 24 meist jungen Winzern gehört ein knappes Dutzend zur Schweizer Weinelite. Chasselas und Pinot Noir sind nur zwei der gut 20 verschiedenen Rebsorten. Um sich von all dem einen Eindruck zu verschaffen, eignen sich die Reblehrpfade. Die vier oder fünf Kilometer langen Themenpfade bringen dem Besucher die Entstehung des Weins und die Arbeit am Weinberg näher.

Eine Wanderung durch die Weinbaudörfer am Murtensee ist eher ein ausgedehnter Spaziergang – obwohl es immer leicht hügelauf und hügelab geht. Rast gemacht wird zur Degustation in einem der zahlreichen Weinkeller, zu einem lokalen Traminer passt beispielsweise der traditionelle Vully-Kuchen ganz hervorragend. Und beim „Schwätze“ mit den Einheimischen lässt man sich erklären, warum das Rezept für den Hefekuchen von vielen Familien noch heute als ein Geheimnis gehütet wird, das die Mutter nur an Töchter weitergibt.

 

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Region Fribourg:
Die Region Fribourg entspricht geografisch dem Kanton Freiburg. Besucher finden hier drei unterschiedliche Ferienregionen auf kleinstem Raum: Voralpen, die Hauptstadt Fribourg und die Seenregion. In Fribourg verläuft die Grenze zwischen dem deutschen und dem französischen Sprachraum der Schweiz. Fribourg ist eine der schönsten Mittelalterstädte Europas, mit mehr als 200 gotischen Fassaden aus dem 15. Jahrhundert, der Kathedrale St. Nikolaus und einem Stadtkern mit gut erhaltenen Bürgerhäusern, kunstvoll verzierten Brunnen und traditionsreichen Gasthäusern. Die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons liegt in einer Schleife des Flusses Saane/Sarine auf einem steil abfallenden Bergrücken. Das tief eingeschnittene Saanetal bildet seit eh und je die Grenze zwischen dem deutschen und dem französischen Kulturraum. Das mittelalterliche Murten mit seinen schützenden Ringmauern und den stattlichen Bürgerhäusern gilt als einer der attraktivsten Orte der Schweiz. Auch wegen seiner schönen Lage auf einer kleinen Anhöhe über dem Murtensee hat sich das rund 800-jährige Städtchen zu einem beliebten Touristenziel entwickelt.

Gourmetpfade: In den Freiburger Voralpen rastet man in Bergrestaurants und Berghütten. Foto: Creation Photo, Aurélie Felli
Gourmetpfade: In den Alphütten können Wanderer den Sennen frühmorgens über die Schultern blicken. Foto: La Gruyère Tourisme
Gourmetpfade: Wanderer verschaffen sich auf den Reblehrpfaden an den Südhängen des Mont-Vully einen Eindruck vom Weinbau. Foto: Sandra Mumprecht
Gourmetpfade: Um das traditionelle Savoir-faire des Käsemachens weiterzugeben, bieten Käsereien geführte Besichtigungen an. Foto: Ernie Enkelaar
Gourmetpfade: Vier kalorienreiche Routen von 1,5 bis 4 Stunden Länge schlängeln sich durch die Region um Les Paccots. Foto: Freiburger Tourismusverband
2017-12-14T18:19:19+00:00